EUROPEAN UNION OF HOMOEOPATHY E.U.H.
STIFTUNG DER E.U.H.
BERUFSVERBAND DER E.U.H.
HOMÖOPATHISCHE GESELLSCHAFT DER E.U.H.
Die Homöopathische Gesellschaft der E.U.H. – Berichte

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Fallbeispiele aus der homöopathischen Praxis

Ein Junge mit Entwicklungsstörung - Beispiel einer chronischen Behandlung

Erstanamnese:
Der 4-jährige Peter ist ein ganz besonderes Kind. Er ist nicht wie andere Kinder und seine Eltern machen sich Sorgen, da sein Verhalten sehr auffällig ist. Mit seinen 4 Jahren, wirkt er doch wie ein Zwei-, höchstens Dreijähriger.
Er lacht kaum und wenn andere ihn anlachen, meint er sie lachen ihn aus. Peter schaut oft misstrauisch, hält andere auf Distanz, auch seine Mutter. Wenn er mit etwas beschäftigt ist, kann er sich stundenlang darin vertiefen und lässt sich dann nicht ablenken.
Wenn Besuch kommt, versteckt Peter sich immer und es dauert sehr lange, bis er hervor kommt. Beim Reden wiederholt er Sätze oft. Wenn ihm Worte nicht einfallen, dann schreit er laut.
Er ist sehr eigensinnig und für die Mutter ist es schwer, ihn von bestimmten Notwendigkeiten zu überzeugen, die man im Alltag einfach tun muss, wie z.B. sich anziehen, Zähne putzen. Seine Eltern haben sehr viel Geduld mit ihm, denn für alles braucht er sehr lange.
Körperlich leidet er unter einer angeborenen Hydrozele (Wasserbruch). Außerdem ist er oft erkältet und schnarcht im Schlaf. Sein Hörvermögen ist etwas vermindert, er hat Ergüsse in beiden Ohren. Den Eltern wurde geraten, die vergrößerten Mandeln und Polypen operativ entfernen zu lassen. Sie haben in Absprache mit dem HNO-Arzt die Operation um ein halbes Jahr verschoben, um zu sehen ob die Homöopathische Behandlung hier Erfolg zeigt.
In der Familienanamnese findet man auf der mütterlichen Seite Diabetes mellitus und Heuschnupfen und auf der väterlichen Seite sehr viel Krebserkrankungen.

Das ist die Zusammenfassung, der 1,5-stündigen Anamnese. Nach der gründlichen Ausarbeitung, bekommt Peter das passende homöopathische Mittel als Einmalgabe in einer C 30.

Nach 6 Wochen kommt seine Mutter mit ihm zur Folgekonsultation:
Die Mutter erzählt folgendes: „Woche für Woche ist etwas Neues geschehen. Er ist viel offener und hat keine Angst mehr vor Körperkontakt. Von sich aus fängt er an Dinge zu erzählen. Seine Zornanfälle kann er besser dosieren und schreit nicht mehr so viel. Er kommt zum Kuscheln!!!
Öfters malt er ein Bild, was er bisher gar nicht gemacht hat.
Er macht jetzt endlich Stuhlgang aufs Klo. Gleich nach der Mitteleinnahme hatte er eine Bindehautentzündung, die aber nach 3 Tagen vorbei war“

Für mich war diese Folgekonsultation unglaublich berührend. Das sind so Momente wo ich weis, warum ich Homöopathin geworden bin. Ein Bild ist mir noch bis heute in Erinnerung: Peter kuschelt bei seiner Mama auf dem Schoß und lächelt mich an!
Heute bekommt Peter keine Arznei, da man sieht, dass die vor 6 Wochen eingenommene Arznei noch wirkt. Weitere 6 Wochen später ruft die Mutter an, weil er einen fieberhaften Infekt mit Ohrenschmerzen hat. Bis kurz davor hatte er nachts deutlich weniger geschnarcht. Seit 2 Wochen wurde das wieder mehr und jetzt kam der Infekt. Ich wiederhole die Arzneimittelgabe in einer C 30.

3 Wochen später:
Den Infekt hat er gut überstanden. Manchmal Schnarchen im Schlaf, aber viel weniger. Er hört besser. Die Ergüsse in den Ohren sind verschwunden.
Seit kurzem macht er Pantomime und fängt an Rollenspiele zu spielen. Immer öfters versucht er, sich gegen seinen kleinen Bruder durch zusetzten. Insgesamt ist er viel fröhlicher, manchmal sogar verschmitzt. Peter wird neugieriger und kann sich besser ausdrücken.
Seine Hydrozele wird kleiner.

Innerhalb der nächsten 1,5 Jahre wurde das Arzneimittel noch dreimal wiederholt. Seine Mandeln und Polypen bildeten sich zurück.
Seelisch geistig geht es ihm gut. Er entwickelt sich sehr positiv.

Sabine Hecht, Heilpraktikerin, Ravensburg