EUROPEAN UNION OF HOMOEOPATHY E.U.H.
STIFTUNG DER E.U.H.
BERUFSVERBAND DER E.U.H.
HOMÖOPATHISCHE GESELLSCHAFT DER E.U.H.
Die Homöopathische Gesellschaft der E.U.H. – Berichte

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Fallbeispiele aus der homöopathischen Praxis

Leidensweg Psoriasis-Arthritis
Als Patient mit jahrelangem Leidensweg von Psoriasis, Arthritis und gelegentlichen rheumatischen Schüben kennt man die dunklen Pigmentflecken, die sich als Nebenwirkung jahrelanger Anwendung cortisonhaltiger Salben oder Cremes an bestimmten Körperstellen bereits im Alter von etwa 30 Jahren stetig wachsend entwickelt haben.
Dann hört man von einem Homöopathen oder bekommt Empfehlungen wohlmeinender Mitmenschen und fängt auf einmal an, viele Fragen zu stellen. Das Grundgefühl ist bei den meisten zunächst skeptisch, obwohl nicht ohne Hoffnung, denn die sich über Jahre hinziehende Therapie der verschiedenen allopathisch tätigen Ärzte, gemeinhin als "Schulmediziner" bezeichnet, hat die Symptome zwar mitunter gelindert, doch richtig frei davon war man eigentlich nie.
Die meisten Patienten, die einen Homöopathen aufsuchen, haben mehr oder weniger konkret, bereits gehört, dass die Medikamente dort völlig anders seien als man das bislang gewohnt war – und dass diese meist 'verdünnt', also in ganz geringer Dosierung gegeben würden.
Dies ist zwar bekannt, doch ist dem neuen homöopathisch behandelten Patient irgendwie nicht ganz klar, oder manchmal auch nicht ganz geheuer, w i e denn mit solch einer Verdünnung eine Besserung vonstatten gehen sollte.
Zu frisch und vertraut ist noch der 'gewohnte' Automatismus »rein in die Sprechstunde, Symptome schildern, Rezept bekommen und dann rein in die Apotheke …«
Derlei Zweifel halten an, wenn man endlich den ersten Termin bekommen hat, der allerdings schon im Vorfeld als "etwas länger dauernd" angekündigt war. Was am meisten auffällt, dass der Homöopath viele Fragen stellt, die zunächst verwundern, da sie zum einen völlig anders sind, als wir das bisher gewohnt waren, und weil man sich wundert, was diese Fragen eigentlich mit dem eigenen Krankheitsbild zu tun haben.
Die meisten Homöopathen erklären deshalb, dass es eminent wichtig ist, die Gegebenheiten, Grundbedingungen sowie die körperliche und therapeutische Vorgeschichte des neuen Patienten zu kennen. Dazu gehören auch Vorlieben und Abneigungen, Allergien (nicht nur auf Medikamente, sondern alle möglichen Stoffe unserer Lebenswelt - z.B. Abgase) sowie Empfindlichkeiten auf bestimmte Substanzen. Ferner interessiert sich der Homöopath für Abläufe und Reaktionen, die "man nicht mehr so gut kann, auf die man stärker reagiert als früher", für Essensgewohnheiten, Schlafgewohnheiten (offenes Fenster) etc.
Für die meisten Patienten ist es dann völlig neu oder überraschend, wenn z.B. Schmerzen, die man hat, »abgefragt« werden. Erst durch die gezielten Fragen werden sich die meisten Patienten erstmals selbst klar, dass ein Schmerz punktförmig, flächig, stechend, ziehend, permanent oder nur auf Druck, pulsierend oder nur in größeren Abständen auftreten kann, nur zu gewissen Tageszeiten oder nur nachts, erst bei Hinzutreten von Wärme oder Kälte usw.
Dem sensiblen Patienten dämmert bereits bei dieser Erst-Erkundung, dass er sich über viele Reaktionen seines eigenen Körpers eigentlich noch nie tiefer gehende Gedanken gemacht hat, auch, weil das früher anscheinend 'weniger von Interesse' war.
Schon hier wird deutlich, dass für den Homöopathen offensichtlich nicht nur der schmerzhafte Körperteil, sondern der Patient gesamthaft, also mit all seinen Empfindungen und »Äußerungen« seines Körpers von Interesse ist.
Bereits da, in dieser Grunderforschung, ist einer der hauptsächlichen Unterschiede zur Allopathie zu spüren - das Beachten des gesamten Menschen, also Körper und Seele, der Organe und der Empfindungen - kurz all das, was mein Körper mir mitteilt.
Meist ist dies für den Homöopathen der Zeitpunkt, dem Erstpatienten zu erklären, dass die Homöopathie versucht, eine Erkrankung, die bestimmte Symptome hervorgerufen hat, mit ähnlichen Mitteln anzugehen, die in höheren Dosen beim Gesunden eben diese Symptome verursachen das Prinzip Samuel Hahnemanns »similia similibus curentur«.
Aus meinen eigenen, nunmehr über 15 Jahre dauernden Erfahrungen weiß ich, w i e wichtig es ist, diese Abläufe vorher (oder überhaupt) erklärt zu bekommen. Rückschauend bin ich heute meinem Arzt so unendlich dankbar für die geduldigen und häufig wiederholten Erklärungen.
Auch hier kann ich nur die eigenen Erfahrungen wiedergeben. Doch jedes Mal war es wieder überraschend, das Nachlassen, die Besserung nach geraumer Zeit zu spüren und dabei froh und ein wenig stolz zu sein, durchgehalten zu haben und die echte Besserung zu spüren. Was mich heute am meisten jedes Mal erneut beeindruckt, ist der Umstand, wie l a n g e die Besserung jeweils angehalten hat.
Nach inzwischen mehr als 15-jähriger Therapie sind mir auch die überwiegenden Unterschiede klar geworden. In der Allgemeinmedizin wird gefragt: W a s tut Dir weh, wo ist etwas aus dem Lot? Ist die Diagnose einmal gestellt, erhält man Medikamente – und geht damit »auf die Symptome los«, damit sie verschwinden. Indes, die Fehlregulationen, die zu den Symptomen geführt haben, die Auslöser, sind nicht beseitigt. Somit treten bei vielen Patienten mit chronischem Krankheitsverlauf die Symptome nach einer gewissen Zeit auch wieder auf.
Die Homöopathie versucht, die »aus der Bahn geratenen Vorgänge« im Körper mit Unterstützung durch die jeweiligen Medikamente wieder zur Normalität, d.h. in den gesunden Bereich, zu führen. Dass Vorgänge, die für ihr Entstehen zwei, fünf, zehn oder noch mehr Jahre gebraucht haben und dann ihre Wirkung ausüben, nicht in wenigen Tagen beseitigt werden können, wurde allmählich auch mir als "homöopathischem Laien" klar. Mit der Einsicht in diese Abläufe, mit jeder weiteren Besserung, die sich eingestellt hat, hat sich dann auch das eigene Anspruchsverhalten, d.h., die unausgesprochene Erwartungshaltung geändert.
Grundsätzlich kann zur Verabreichung der homöopathischen Arzneien gesagt werden, dass zum einen die Verdünnung, zum andern die reduzierte Verabreichungsdauer der homöopathischen Arzneien die inneren Organe erheblich weniger belasten als die allopathischen Medikamente. Das alleine ist ein großer positiver Faktor für den Organismus.
Angesichts meiner eigenen Haupterkrankung, der psoriatrischen Arthritis, habe ich an mir selbst erfahren, dass angesichts einer Dauermedikation über 15 oder 20 Jahre dieser günstige Umstand nicht unbeachtet bleiben darf. Auf jeden Fall bin ich froh, dass bei mir Leber und Nieren mehr als 20 Jahre lang n i c h t mit der Verstoffwechselung und Ausscheidung von Antirheumatika und Kortison belastet wurden.
Dies sage ich vor dem Hintergrund, selbst eine medizinische Ausbildung zu haben und aus einer Familie mit schwerstem Rheuma zu stammen, in der die Großmutter mit Gicht, nässenden Ekzemen und rheumatoider Arthritis geplagt war, die Mutter aufgrund der schweren Veränderungen 5 Hüftoperationen hinter sich hatte und auch die Schwester mit juckenden Ekzemen zurecht kommen musste
Mein Homöopath kennt mich inzwischen über 20 Jahre. Er war lange mit dem Resultat »nicht zufrieden«, was bedeutet, dass er immer wieder an der Therapie gefeilt hat, um diese zu optimieren. Nachdem er die Besuchsfrequenz bis auf 1 Besuch im Quartal 'gedrückt' hatte, bin ich in den vergangenen Jahren nur noch zweimal im Jahr dort gewesen.
Mittlerweile hat er alles, wirklich alle Fehlläufe, Beschwerden (zum Beispiel Sodbrennen) oder mangelhafte Funktionen »weggezaubert« und ich empfinde große Dankbarkeit. Der wichtigste, tiefgreifende Aspekt in meinem Leben ist die Erleichterung, dass sich im Laufe der Jahre der psychische Druck verflüchtigt hat, der täglich zum Beispiel wegen der Schuppen auf mir lastete, einfach das gute Gefühl, 'gesund' zu sein und sich wohl fühlen zu dürfen.
Ich bin jeden Tag aufs Neue froh, nicht mit der Morgensteifigkeit in den Fingern und Händen, die erst mühsam 'aufgebogen' werden müssen, aufwachen zu müssen.
Dieser Effekt ist sehr angenehm und gibt mir, immer noch Tag für Tag ein großartiges Lebensgefühl.
Menyanthes